Die Brücke
für die Menschen
in Dresden.
Carolabrücke, Dresden
Entstanden im Dialog mit den Bürger*innen dieser Stadt. Gestaltet mit historischem Bewusstsein, klarer Vision und ingenieurtechnischer Konsequenz.
Was Dresden sich wünscht.
Am 18. März 2026 diskutierten Bürger*innen mit GRASSL und Partner über die neue Carolabrücke.
Aus dem Dialog entstanden klare, gewichtete Prioritäten und ein Entwurf mit Merkmalen, die sonst niemand plant: Stadtbalkone getragen von den Pfeilern, offene Brückenaugen, freie Durchblicke, Raum und Vision für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen und eine sichere Brücke für alle Verkehrsteilnehmer. Auf Grundlage der Bürgerwünsche, der Vorgaben der Landeshauptstadt Dresden und unseres Anspruchs an ganzheitliche Nachhaltigkeit entstand ein Bauwerksentwurf, der in dieser Form einzigartig ist.
„Oberstes Ziel ist die harmonische und respektvolle Einbindung in die einzigartige Umgebung bestehend aus der barocken Altstadt, dem Naturraum der Elbe und der Familie der Dresdner Altstadtbrücken. Dies gelingt durch harmonische, durchgängige Bogenformen, maßvolle Proportionierung durch 4 parallele Bogenebenen, Transparenz durch Brückenaugen und ein schlankes Tragwerk mit durchgehenden Pfeilern, Elbsandsteinoberflächen und Stadtbalkonen."
Hans Grassl, Ingenieurbüro GRASSL
BürgerstimmeEine Brücke für alleVorrang für nachhaltige Mobilität — mit klarer und sicherer Trennung der Verkehrsarten und breiten Rad- und Fußwegen.
BürgerstimmeHistorischer BezugHohe Aufenthaltsqualität und Einbindung in den historischen Stadtraum — die Brücke soll den angrenzenden Stadtraum aufwerten.
BürgerstimmeSchnell & nachhaltigZügige Realisierung bei hoher Bauqualität — mit innovativen, ressourcenschonenden Materialien für Langlebigkeit.
Was am stärksten zählt
Stadtbild, Aufenthaltsqualität und Zukunft —
in einem.
Der Entwurf verbindet historische Bezüge zur ersten Carolabrücke und den Altstadtbrücken mit einer zeitgemäßen Ingenieurlösung. Entstanden ist ein Bauwerk, das sich vertraut anfühlt, technisch überzeugt und auf der man sich gerne aufhält.
Jedes Element ist doppelt begründet: ästhetisch und konstruktiv. Kein Ornament ohne Funktion, keine Funktion ohne Schönheit.
1910
Neuer Entwurf
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Historische Verortung
Der Entwurf ordnet sich in das Elbensemble ein: Terrassenufer, Brühlsche Terrasse und die historische Silhouette bleiben maßgebliche Bezugspunkte. Die Brücke verbleibt bewusst in der gewohnten Höhenlage — ohne Erhöhung, die die Sicht auf die Altstadt verdecken würde.
- Fünf Felder in klarer, lesbarer Rhythmik bestehend aus harmonischen Bögen und geöffneten Pfeilerscheiben
- räumliche Rahmen aus parallelen Bögen und durchgehenden Pfeilern für die Sichtbeziehungen zur historischen Altstadt
- Anknüpfung an Proportionen und Materialität der ersten Carolabrücke mit kompakten Brückenenden — Freiraum für künftige Entwicklung an den Ufern
- Elbsandsteinoberflächen als vertraute Materialsprache
"Der Entwurf bietet die meisten Anknüpfungspunkte für Detailgestaltungen nach historischem Vorbild." (Blog der Initiative Carolabrücke, 14.6.2026)
1895
2030
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Durchgehende Pfeiler
Die Pfeilerscheiben sind kein Zusatz — sie entstammen direkt aus dem Tragwerk und prägen das Erscheinungsbild der Brücke.
Als Kämpfer tragen sie das Bogensprengwerk. Separate Anprallsockel werden überflüssig, die bereits bei Normalwasser unschön über den Wasserspiegel hinaus ragen würden.
- Stadtbalkone aus der Pfeilerarchitektur entwickelt nach dem historischen Motiv
- klar adressierte Stadträume mit einem konstruktiven und stadträumlichen Bezugspunkt
- Identitätsstiftende Formensprache
- Tragwerk und Gestaltung in einem Element vereint
- Keine zusätzlichen Schutzbauten im Wasser
- Rahmen der Wahrnehmung des Tragwerks
- Transformation der Brücke von einem Verkehrsband zu einem öffentlichen Stadtraum
"In der Landschaftsarchitektur erzeugt der bewusste Wechsel von Weite und Enge räumliche Qualität. Vier Brückenpfeiler wirken dabei ausgewogen und gekonnt."
Marco Weißbach, Ingenieur für Landschaftsbau (Quelle: MDR SACHSEN, 18. Juni 2026)
Brückenaugen
Öffnungen in der Bogenkonstruktion und der Pfeilerscheibe schaffen Durchblicke auf Elbe und Stadt — Transparenz als Gestaltungsprinzip und konstruktive Logik zugleich.
Die Brückenaugen lassen Licht in den Brückenraum und öffnen den Blick auf Wasser und Stadtsilhouette. Aus der Altstadt und von den Elbwiesen bleibt die Brücke filigran und durchlässig wahrnehmbar.
- Freie Sichtbeziehungen zwischen Ufer und Fluss
- Mehr Tageslicht unter der Brücke
- Leichtigkeit durch offene Bereiche statt geschlossener Masse
- Ein Detail, das ausdrücklich aus dem Bürgerdialog entstand
Stadtbalkone
Die Stadtbalkone gehen auf einen Wunsch vieler Dresdner*innen zurück: Aussichtsplätze direkt auf den Pfeilern, die aus der Brücke einen Ort machen.
Nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Ufern, sondern ein Ort des Verweilens. Von hier schweift der Blick über die Brühlsche Terrasse, die Altstadt mit Augustusbrücke und die Elbwiesen — eine Perspektive auf Dresden, die wieder ermöglicht wird und einen neuen besonders attraktiven Raum erhält.
- Acht Stadtbalkone mit Sitzgelegenheiten als echte Stadtbrücke, mit geschützten Räumen ohne Durchgangsverkehr
- Neue Blickachsen auf Altstadt und Uferlandschaft
- Brücke als öffentlicher Raum über der Elbe
- Planungsantwort auf „Aussichtspunkte & Balkonzonen“
Mehr Stadtraum, weniger Autobahngefühl: Stadtbalkone schaffen neue Orte für kleine Darbietungen, Kunst und Gespräche.
Maßvolle Proportionen in der Untersicht
Unter der Brücke entsteht ein Raum mit eigener Qualität — licht, offen und bewusst gestaltet.
Das rein längsorientierte Stahltragwerk ermöglicht durch seine aufgelöste Form über den Pfeilern und die gewählte Anzahl von vier parallelen Haupttraggliedern ausschließlich kompakte Bauteile mit maßvollen Proportionen. In Kombination mit den aufgelösten Pfeilern entsteht auch Leichtigkeit in der Perspektive. Durch den Verzicht auf verschlossene Ausfachungen bleiben die Bereiche unter der Brücke dauerhaft per Korbgerät zugänglich, gut prüfbar und wartungsfreundlich.
- Maßvolle Proportionen durch vier parallele Stahltragglieder
- Gliederung in Brückenquerrichtung
- Durchlässigkeit in Brückenlängsrichtung
- Zugängliche Untersicht für Inspektion und Instandhaltung
- Zurückhaltende Nachtbeleuchtung des Brückenraums
10.2029 · Teilinbetriebnahme
11.2030 · Vollständige Inbetriebnahme
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Frühere Teilinbetriebnahme
Dank der vier parallelen Längstragglieder kann die neue Brücke in zwei Hälften gebaut werden. So ist ein Teil bereits im Oktober 2029 für alle Verbindungen nutzbar, während am anderen noch gebaut wird.
- Bauen in zwei Hälften zur vorzeitigen Inbetriebnahme
- Vier einfache, kompakte rein längsorientierte Stahltragglieder — geringer Fertigungs- und Montageaufwand
- Maximaler Vorfertigungsgrad für Stahl und Beton
- Vorzeitige Inbetriebnahme für Rad, Fuß, ÖPNV, Straße, Fernwärme und Trinkwasser
- Bewährtes, risikoarmes und wirtschaftliches Baukonzept
−1 Jahr Teilinbetriebnahme — und deutlich unter dem vorgesehenen Budgetrahmen!
-
Pfeiler & Widerlager
-
Bogentragwerk
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Brückenkappe
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Fahrbahnbelag
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Geländer & Lampen
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Bänke & Treppen
Material & Identität
Helle, Elbsandsteinoberflächen und bronzefarbene Beschichtung der Stahlbauteile lassen die Brücke ruhig und hochwertig erscheinen — Materialien, die Dresden kennt.
Bögen als parallele Längstragglieder, durchgehende Pfeiler mit Stadtbalkonen, kompakte Brückenenden und Geländer nehmen Bezug auf die erste Carolabrücke und die Altstadtbrücken. Vertraut im Stadtbild, zeitgemäß in der Ausführung.
- Elbsandsteinoberflächen — gefordert im Bürgerforum
- Hellbronzefarbene Beschichtung für Geländer und Details
- Semi-integrale Stahlverbundbauweise für minimale Eingriffe, Robustheit, Langlebigkeit und Präzision
- Leitungen
- Inszenierung der Brückenpferde ausdrücklich vorgesehen
Beleuchtung, Stadtmöblierung und weitere Ausstattungen lassen sich im Planungsprozess flexibel integrieren. Die Pfeilerbalkone bieten zudem Raum für Ausstellungen, die Brückenuhr oder das Wetterhäuschen.
Die Brücke schafft bis zu 3.500 m² mehr Nutzfläche
Sicher, klar, entflechtet.
Der Entwurf priorisiert Fuß, Rad und ÖPNV. Breite Gehwege, Schrammborde und Niveauunterschiede trennen die Verkehrsarten konsequent — Radfahrer verkehren nicht auf einem Niveau mit dem schnellen Straßenverkehr. Wegebeziehungen werden konfliktarm geführt, die Anbindung an Elberadweg, Königsufer und Terrassenufer bestandsnah gelöst.
Die neue Verkehrsführung soll dafür sorgen, dass sich alle sicherer über die Carolabrücke bewegen können. Auf komfortable Breiten, eine bauliche Trennung und Sicherheitsräume zwischen den Verkehrsarten wurde besonderes Augenmerk gelegt. Hieraus resultiert die Brückenbreite von 35,8 m, eine weitere Reduktion würde zu Ihren Lasten gehen. Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, Straßenbahnen, Busse und Autos bekommen klar erkennbare Bereiche. So wird es für sie besser sichtbar, wer wo unterwegs ist. Gefährliche Situationen und Verkehrsstress können reduziert werden. Der Radweg Richtung Rathenauplatz verläuft künftig durchgehend und klar getrennt zwischen den Fahrbahnen und dem Bereich für Bus und Straßenbahn. Dadurch müssen Radfahrende dort keine Gleise mehr queren. Zudem sind Radfahrende durch die Trennung mit einem Schrammbord vor der ÖPNV-Trasse und der Straße geschützt. Eine bisherige Gefahrenstelle wird damit dauerhaft beseitigt. So entsteht eine übersichtliche Brücke, die den Alltag für alle Verkehrsteilnehmenden einfacher und sicherer macht.
Anbindung der Elbradwege
Fußverkehr: Separation, Kapazität und Uferanbindung
Medienführung abgetrennt und außerhalb tragender Bauteile
Technisch überzeugt.
Gestalterisch mutig.
Das Fachexpertengremium bewertet alle vier Entwürfe als technisch hochwertig und realisierbar — und attestiert unserem Entwurf ausdrücklich eine „gut durchdachte“ Konstruktion sowie ein „bewährtes und risikoarmes Baukonzept“. Einige gestalterische Einschätzungen sehen wir anders. Hier unsere Antwort.
Was das Gremium ausdrücklich lobt
GremiumRisikoarmes Baukonzept„Bewährtes und risikoarmes Baukonzept“ — die Hubmontage im Freivorbau überzeugt das Gremium vollständig.
GremiumFrühe Teilinbetriebnahme„Durch die Herstellung in Hälften ist eine abschnittsweise Teilinbetriebnahme möglich“ — als einziger Entwurf bei einem im Endzustand einteiligen Bauwerk und somit höchster Flexibilität für künftige Änderungen der Anordnung der Verkehrsarten.
GremiumKompakter Stadtanschluss„Der kompakte Anschluss an die Verkehrsanlagen der beiden Uferseiten ist überzeugend“ — Originalzitat des Gremiums.
Gestalterische Fragen — unsere Antwort
„Pfeiler zu dominant?"
Sicht von den Elbwiesen auf die Altstadt könnte leiden.
Die Pfeiler sind das Herzstück — nicht das Problem.
Die gewählte Pfeilerform mit Stadtbalkonen nach dem Vorbild der ersten Carolabrücke tragen wesentlich dazu bei, dass sich die neue Carolabrücke harmonisch und respektvoll in die Familie der Altstadtbrücken einfügt. Die Stadtbalkone entwickeln sich nach den historischen Motiven aus der Pfeilerarchitektur. Die durchgehenden Pfeiler unterteilen die Gesamtwirkung des Bauwerks in kleinere Abschnitte und rahmen die Bogenfelder. Sie sind auch deshalb durchgehend ausgelegt, um die Bogentragwirkung der vier Längstragglieder wirksam zu aktivieren. Durch ihre großzügige Öffnung im Bereich der aufgelösten Bögen lassen sie Licht, Landschaft und Stadtkulisse hindurchscheinen. Ihre Durchgängigkeit und Verortung der Balkone tragen wesentlich dazu bei, dass das innovative, zeitgemäße Ingenieurbauwerk in den Auf- und Ansichten die lebendige Formensprache der Altstadtbrücken verkörpert und somit die Brückenfamilie mit neuem Stadtraum bereichert. Ohne ihren Rhythmus und Gliederung fehlen die entscheidenden Bezüge zu den Altstadtbrücken. Auch die Initiative Carolabrücke sowie Stadtbild Dresden sprechen sich ausdrücklich für unseren Entwurf aus. Sie würdigen insbesondere, dass sich die Brücke harmonisch in die historische Dresdner Brückenfamilie einfügt und deren gestalterische Tradition zeitgemäß weiterführt.
Alternativ wurde übrigens ein Entwurf mit nach innen gerichteten Pfeilern erarbeitet und damals auch beim Bauherrn, der Landeshauptstadt Dresden, eingereicht (vgl. Abbildung). Die charakteristischen Stadtbalkone bleiben als identitätsprägendes Element erhalten; die Pfeiler wirken durch die veränderte Anordnung jedoch dezenter und zurückhaltender.
„Untersicht zu dunkel"
Über den Elbradwegen wirkt der Brückenraum erdrückend.
Licht und Transparenz als Gestaltungsprinzip.
Auch die Unterseite der Brücke wird beleuchtet. So können Sie sich selbst im Dunkeln sicher bewegen.
„Sprengwerk nicht optimal"
120-m-Mittelfeld erzeugt Ungleichgewicht der Horizontalkräfte.
Bewährte Ingenieurkunst mit technischer Schlüssigkeit.
„Herstellpreis erscheint zu gering und ist nicht plausibel“
unrealistisch niedrige Einheitspreise
Niedrige Kalkulation
Die Gesamtkosten wurden zutreffend ermittelt und liegen aufgrund der bestandsnahen Anbindung der Verkehrsanlagen und der einfachen und kompakten, rein längs orientierten Stahlkonstruktion mit sehr hohem Vorfertigungsgrad und dem Einsatz erprobter Montageverfahren nachweislich deutlich unter dem vorgegebenen Kostenrahmen.
Baukosten wurden im Detail ermittelt und ausgewiesen. Die Kostenermittlung basiert auf einem im Detail ausgearbeiteten Bauwerksentwurf. Dem Entwurf liegt eine vertiefte prüfbare statische Berechnung unter Berücksichtigung der Bauzustände inklusive der Detailnachweise zugrunde. Die Mengen wurden für sämtliche Haupt- und die wesentlichen Einzelpositionen ermittelt und mit zugehörigen Einheitspreisen basierend auf vergleichbaren Referenzbauwerken multipliziert. Bei der Ermittlung der Einheitspreise wurden die Eigenschaften der Konstruktion berücksichtigt und durch Vergleichswerte verifiziert.
Nachfolgende Eigenschaften wurden bei der Ermittlung der Einheitspreise berücksichtigt.
Kompakte Stahlkästen max. 4 m x 2 m
Vollschotte ohne Gurtbleche
Wenige oder keine Trapezrippen
Keine Regelquerträger
Keine Konsolen
Keine mehrzelligen Querschnitte
Transport auf der Straße
Keine Vormontage auf der Baustelle, sondern nur Zusammenbau in Längsrichtung
Transport der vollständig fertiggestellten Schüsse auf der Straße
Einheben mit Standard-Mobilkranen
„Genehmigungsfragen offen"
Rückfragen zur Bauwerksbreite bei den Stadtbalkonen.
Alle Randbedingungen der Ausschreibung eingehalten.
Königsufer & Busstellplätze?
Freiräume und Verkehr an den Brückenenden zusammenbringen.
Bestandsnah, durchlässig, entwicklungsfähig.
Der Entwurf setzt auf eine kompakte Auslegung der Brückenenden — ohne Aufweitung durch Garagenbau im Brückenkörper. Im Süden bleibt die Durchlässigkeit erhalten, die erforderlichen 22 Busstellplätze können beibehalten werden. Am Königsufer erfolgt die Anbindung mit minimalen Eingriffen in die geschützten Bereiche.
Wirtschaftlichkeit & Baubarkeit?
Technik überzeugen — im vorgesehenen Budget bleiben.
Einfacher Stahlbau, maximal vorgefertigt.
Kompakte Stahlkästen ohne Regelquerträger, ohne komplexe Fachwerke und ohne Sonderbereiche an den Rampen: Der Entwurf verzichtet bewusst auf aufwendige Stahlsonderkonstruktionen. Hoher Vorfertigungsgrad, kurze Montagezeiten — und deutliche Budgetunterschreitung bei voller Funktionalität.
Schnell. Sicher.
Ein Jahr früher.
1 Jahr früher
Bauabschnitt für Bauabschnitt.
Pfeiler hergestellt — Stahlbaumontage Westseite
Bauablauf
Die Baugrubenverbauten, Bohrpfähle und Pfahlkopfplatten werden für die Pfeiler und Widerlager hergestellt. Anschließend erfolgt die Herstellung der westlichen Pfeiler- und Widerlagerhälften, Montage der beiden westlichen Stahllängstragglieder durch Hubmontage im Freivorbau ohne Hilfsstützen, Verlegen der Betonfertigteile zwischen den ersten beiden Stahltraggliedern, Betonage der westlichen Fahrbahnplattenhälfte, Abdichtung und Ausbau Kappen, ÖPNV-Fahrbahnplatte, Medienleitungen, Ausstattung der ersten Brückenhälfte und provisorische Absturzsicherung am östlichen Rand der ersten Brückenhälfte. Nach Fertigstellung wird die erste Brückenhälfte in Betrieb genommen. Parallel erfolgt die Herstellung der östlichen Brückenhälfte. Nach Verlegen der Fertigteile als verlorene Schalung für die östliche Brückenhälfte wird die Bewehrung der Fahrbahnplatte eingebaut und an die in der westlichen Fahrbahnplattenhälfte vorbereiteten Muffen angeschlossen. Zunächst erfolgt analog zur westlichen Hälfte die Betonage der östlichen Hälfte der Fahrbahnplatte bis auf den zentralen Streifen zwischen den inneren beiden Fahrbahnträgern. Der zentralen Streifen für den Lückenschluss der Fahrbahnplatte wird in einer Wochenendsperrpause betoniert. Anschließend erfolgt der weitere Ausbau der östlichen Brückenhälfte bei gleichzeitigem Betrieb der westlichen Brückenhälfte.
Worauf es
wirklich ankommt.
Die wichtigsten Fragen zur Carolabrücke — ehrlich beantwortet, ohne andere Entwürfe zu benennen. Was der Entwurf von GRASSL und Partner für Dresden leistet.
Wird die Sicht auf die Altstadt verdeckt?
Nein. Der Entwurf verbleibt bewusst in der gewohnten Höhenlage — ohne Brückenerhöhung, die die Sichtachsen von den Elbwiesen auf Frauenkirche und Altstadt einschränken würde. Die Brücke ordnet sich in das bekannte Stadtbild ein, statt es zu dominieren.
→ Historische VerortungWie werden Rad, Fuß und Auto sicher getrennt?
Der Entwurf bietet komfortable Nutzbreiten für alle Verkehrsarten — mit den erforderlichen Sicherheitsräumen. Schrammborde und Niveauunterschiede trennen die Verkehrsarten baulich voneinander. Radfahrer verkehren nicht auf einem Niveau mit dem schnellen Straßenverkehr.
→ VerkehrsführungWas passiert mit dem Königsufer und den Busstellplätzen?
Der Entwurf setzt auf eine bestandsnahe Lösung mit minimalen Eingriffen in die geschützten Uferbereiche — ohne breiten Einschnitt im Königsufer. Im Süden bleibt die Durchlässigkeit erhalten.
Entstehen an den Brückenenden versiegelte Flächen?
Nein. Die Brückenenden sind kompakt ausgelegt — im Norden und Süden bleibt Freiraum für Freianlagen und künftige städtebauliche Entwicklung.
→ StadtbalkoneWie aufwendig ist die Stahlkonstruktion?
Der Entwurf setzt auf einfache, kompakte Stahlkästen mit hohem Vorfertigungsgrad — ohne Regelquerträger, ohne komplexe Fachwerke und ohne Sonderkonstruktionen an den Rampen.
Sind die Bereiche unter der Brücke prüfbar?
Ja. Durch den Verzicht auf verschlossene Ausfachungen sind die offenen Bereiche unter der Brücke frei zugänglich und per Korbgerät prüfbar.
→ Filigrane UntersichtIst der Entwurf wirtschaftlich realisierbar?
Ja. Durch den einfachen und kompakten Stahlbau, den maximalen Vorfertigungsgrad und die bestandsnahe Wegeführung liegt der Entwurf deutlich unter dem vorgesehenen Budgetrahmen.
→ ZeitplanGibt es überall Platz zum Verweilen?
Ja — Acht 6 auf 12 m große Stadtbalkone mit Sitzgelegenheiten auf den Pfeilern schaffen geschützte Bereiche für bis zu 30 Personen zum Verweilen und Genießen der Aussicht.
→ StadtbalkoneVier Büros.
Eine gemeinsame Vision.
Der Entwurf vereint Tragwerksplanung, Architektur, Verkehr und Freiraum in einem abgestimmten Gesamtkonzept — jede Disziplin gleichwertig, jede Entscheidung gemeinsam getroffen.
Ingenieurbüro GRASSL
Seit über 75 Jahren einer der führenden Brückenplaner Deutschlands. Für Dresden: präzise, wirtschaftlich und auf generationenüberdauernde Langlebigkeit ausgelegt.
grassl-ing.de
gmp Architekten
Eines der renommiertesten deutschen Architekturbüros — verantwortlich für die städtebauliche Identität und das charaktervolle Erscheinungsbild der Brücke.
gmp.de
Jordi Keller Pellnitz
Gestaltung der Ufer, Wege und Aufenthaltsbereiche — die Verbindung von Brücke und Stadt wird hier zur Einheit.
jordi-keller-pellnitz.de
Vössing Ingenieurgesellschaft
Sicherheit, Effizienz und Komfort für alle Verkehrsteilnehmer — von der Straßenbahn bis zum Kinderwagen.
voessing.dePläne, Fakten & Dokumente.
Zum Mitnehmen und Nachlesen.
Hier finden Sie zentrale Unterlagen zum Entwurf der Carolabrücke — von Projektinformationen und Visualisierungen bis hin zu Plänen und Überlegungen für die Zukunft Dresdens.
Erläuterungsbericht
Das offiziell eingereichte Entwurfsdokument.
Pläne
Alle Pläne auf einen Blick.
Visualisierungen
Der Entwurf eingebettet in das Dresdner Stadtbild.
Pläne zur Verkehrsführung
Eine Brücke für alle.
Flexibles Oberflächenlayout
Zukunftsfähig durch flexible Verkehrsflächen.
Teilinbetriebnahme 1 Jahr früher
Schneller fertig. Früher mobil.
Lagepläne und Anbindung
Nahtlos in Dresden integriert.
Vision zur Stadtentwicklung
Stadtentwicklung neu gedacht mit 3500qm mehr Nutzfläche.
Herleitung der Pfeiler
Konstruktive Effizienz mit historischem Bezug.